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Imkerverein Salzkotten
1934 e.V.



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Zeichenerklärung:

Leerwabe Leerwabe

Brutwabe Brutwabe

Drohnenwabe Drohnenbrutwabe

Pollenwabe Pollenwabe

Honigwabe, offen Honigwabe, offen

Honigwabe, verdeckelt Honigwabe, zu

Mittelwand Mittelwand

Königin oder Königin Königin

Absperrgitter Absperrgitter

Zusetzgitter Zusetzgitter

Applikator Applikator

Futtereimer
Futtereimer

 

Varroabekämpfung mit Ameisensäure

Ameisensäure

Zur Bekämpfung von Varroa destructor (zuvor als Varroa jacobsoni bezeichnet) wird 85 oder 60%-ige Ameisensäure (CH3COOH) eingesetzt. Bei Kontakt verätzt die Säure Haut, Schleimhäute und Augen (R34). Kommen Säuren in die Augen, so können sie zu schweren Augenschäden und sogar zur Erblindung führen. Der Imker muss also sehr vorsichtig mit der Ameisensäure umgehen und Haut und Augenkontakt strikt vermeiden. Daher sind immer eine Schutzbrille und geeignete säurebeständige Schutzhandschuhe zu tragen. Der Körper und die Kleidung können mit einem Kittel geschützt werden. Während der Arbeit mit Ameisensäure ist außerdem die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) von 5ml Ameisensäure pro m³ Luft einzuhalten.  Ameisensäuredämpfe dürfen folglich nicht eingeatmet werden. Deshalb nur draußen mit der Säure arbeiten (z.B. in die Verdunster füllen). Falls Säure auf die Haut gelangt, sofort mit viel Wasser abwaschen. Wenn sie in die Augen spritzt, diese bei gespreizten Liedern mit laufendem Wasser spülen. In jedem Fall einen Arzt konsultieren.

Im Imkerverein Salzkotten wird seit nunmehr sieben Jahren der Nassenheider Verdunster eingesetzt. Er wird mit jeweils 100 ml 60%iger Ameisensäure gefüllt. Pro Magazinzarge (10 Waben) wird ein Verdunster benötigt. Der Standarddocht ist am besten geeignet und muss bei dieser Säurekonzentration nicht angepasst werden. 

Entmilbung nach Trachtschluss

   

Zustand des Volkes:

 

Nach der Abschleuderung werden die Völker auf 18-20 Waben eingeengt und bekommen dann 5L Zuckerlösung (3kg Zucker).

Das Futter wurde nach 5 bis 7 Tagen eingetragen. Der Hauptbrutkern ist in Zarge 1 zu finden. Die Brut in Zarge 2 ist von Honigkränzen umschlossen. Es wird Pollen aus dem Mais, verschiedenen Sonnenblumenarten und anderen Feld- oder Gartenblumen eingetragen.

   

Arbeiten am Volk:

 

Die Stockwindel wird unter den Bienensitz geschoben und die 2 Verdunster in die obere Zarge gegeben. Ein Applikator wird vor, der andere hinter das Brutnest des oberen Raumes gehängt. Dabei muss zwischen Applikator und der äußeren Brutwabe exakt eine Wabe ohne Brut (z.B. Leer-, Pollen- oder Futterwabe) sein. Wenn auf das Volk eine Plastikfolie gelegt wird (eine Öffnung als Zugang zum Futtereimer einschneiden) so kann mit dem Futtereimer weiter gefüttert werden (Säuredämpfe dürfen nicht in die Leerzarge gelangen). Eine weitere Fütterung ist sehr empfehlenswert, wenn die Tracht nachlässt oder nur geringe Futtervorräte in den Völkern waren.

Nach zwei Wochen sollte die gesamte Säure verdampft sein und die Applikatoren werden entnommen. Jetzt kann auch eine Umweiselung der Völker vorgenommen werden. Anfang bis Mitte September muss die in den Völkern vorhandene Milbenzahl eingeschätzt werden. Bei allen Völkern mit einem natürlichen Milbenfall von 2 Milben pro Woche muss Ende September eine weitere Behandlung mit Ameisensäure   durchgeführt werden.

Entmilbung im Herbst:

   

Zustand des Volkes:

 

Spätestens Ende September ist die Auffütterung abgeschlossen. Der Hauptbrutkern ist in Zarge 1 von Honig- und Pollenvorräten umschlossen. Wenn der natürliche Milbentotenfall über 2 Milben pro Woche liegt, so muss nun eine weitere Entmilbung durchgeführt werden.

   

Arbeiten am Volk:

 

Ende September werden die gleichen Applikatoren wie zur Behandlung nach Trachtschluss mit ebenfalls 100ml 60% Ameisensäure verwendet. Ein Applikator kommt in die untere Zarge hinter das Brutnest. Auch hier muss genau eine Wabe ohne Brut zwischen dem Verdunster und der Brutwabe sein. In der zweiten Zarge ist in der Regel keine Brut mehr vorhanden und der andere Applikator wird genau über die erste Brutwabe der unteren Zarge eingehängt. Zwischen ihm und einer evtl. vorhandenen ersten Brutwabe von Zarge 2 muss eine andere Waben stehen. Zwei Waben müssen entnommen und vor Bienen und Wachsmotten geschützt aufbewahrt werden. Nach vierzehn Tagen sind die Verdunster zu entnehmen und die entnommenen Waben wieder einzuhängen.

Damit die Völker die Zeit bis zur Sommerbehandlung überleben dürfen nur etwa 300 Milben im Winter in einem Bienenvolk sein. Daher ist auch nach dieser Behandlung die noch in den Völkern befindliche Milbenzahl einzuschätzen. Dieses erfolgt im November. Ist eine weitere Behandlung erforderlich - mehr als 2-3 Milben pro Woche als natürlicher Totenfall -, so wird diese im Dezember mit Milchsäure oder Oxalsäure durchgeführt.




 

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letzte Änderung am 17.03.2005