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Imkerverein Salzkotten
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Der Amerikanischen Faulbrut vorbeugen

Um die Ausbreitung der Amerikanischen Faulbrut und allerlei Ärger zu verhindern sowie Schaden von Ihrer Imkerei abzuwenden sollten Sie folgende "Spielregeln" beachten (Es handelt sich hier zumeist um Vorschriften der Bienenseuchenverordnung).

Wanderimker früh morgens auf großer Fahrt beherzigt auch die Wanderregeln

Wanderung:

a) Außerhalb des Kreises nur mit Gesundheitszeugnis (Bienensachverständiger des Vereins ca. 6 Wochen vor der Wanderung fragen), das dem zuständigem Veterinäramt (am Wanderort) mit Bitte um Genehmigung zugesandt wird.  Wurden im Herbst des Vorjahres Futterkranzproben von Ihren Völkern durch einen Bienensachverständiger entnommen, so kann mit dem Untersuchungsergebnis das Gesundheitszeugnis beantragt werden. Ansonsten muss der Bienensachverständige die Völker auf klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut untersuchen. Erst nach Genehmigung wandern.

b) Im Kreis Paderborn benötigen Sie kein Gesundheitszeugnis. Hier gilt die Wanderordnung des Kreisimkervereins Paderborn. Danach gilt als Wanderung im Sinne dieser Wanderordnung das Verbringen von Bienenvölkern vom Heimatstandort an einen Standort, der nicht zu den Dauerständen des wandernden Imkers (Wanderimker) gehört. Ein Austausch von Völkern zwischen den im Kreis Paderborn befindlichen Dauerständen dieser Imkerei gilt nicht als Wanderung. Die Wanderung erfolgt in der Regel zur Ausnutzung einer Tracht und ist auf wenige Wochen des Jahres begrenzt.
Der Wanderimker meldet frühestens zehn Tage und spätestens drei Tage vor der Wanderung dem Wanderwart seines Ortsvereins die Wanderung an. Anzugeben sind der Name und die Anschrift des Wanderimkers, die genaue Lage der Heimatstände (Ausgang der Wanderung), das genaue Ziel der Wanderung, die Anzahl der bewegten Bienenvölker, der Zeitraum und der Zweck der Wanderung.
Die Wanderung findet erst statt, wenn der Wanderwart dem Wanderimker erklärt hat, dass die geplante Wanderung nicht gegen die Bienenseuchenverordnung oder bestehende Anweisungen des Veterinäramtes (z.B. Sperrgebiete) verstößt.

c) Holen Sie eine Genehmigung des Grundstücksbesitzers ein und fragen Sie ihn, ob andere Bienenstände in der Nachbarschaft stehen. Melden Sie sich ggf. bei diesen Imkern an.

d) Bringen Sie ein Schild an ihren Wanderstand an, auf dem mindestens Ihre Telefon-Nummer und die Anzahl der Völker verzeichnet ist, besser wäre Ihre Adresse und Angaben zum Gesundheitszeugnis.

Kauf von Bienen:

a) Sehen Sie sich die Völker vor dem Kauf an (möglichst Wabe für Wabe), nehmen Sie beim Kauf einen befreundeten Imker (z.B. Bienensachverständiger) mit. Bestehen Sie auf die Aushändigung eines gültigen Gesundheitszeugnisses (nicht vor dem 1.9. des vorangegangenen Jahres ausgestellt), ansonsten kein Kauf von Völkern, Ablegern oder Königinnen. Fragen Sie nach, ob das Ergebnis von Futterkranzuntersuchungen vorliegt.

b) Kaufen Sie keine Bienen, Königinnen aus Nicht EU-Ländern (besser nur aus Deutschland, eigenem Kreis oder Imkerverein).

c) Erwerben Sie nach Möglichkeit keine gebrauchten Beuten, Rahmen, o.ä. aus unbekannten Imkereien (Gesundheitszustand unbekannt). Ansonsten sollten Sie alles desinfizieren (Gasbrenner, 5%-ige Natronlauge).

Verkauf/Abgabe von Völkern, Schwärmen, Ableger, Königinnen:

Verkaufen sie nur Bienen mit einem gültigen Gesundheitszeugnis (rechtzeitig beantragen). Wurden im Herbst des Vorjahres Futterkranzproben von Ihren Völkern durch einen Bienensachverständigen entnommen, so kann mit dem Untersuchungsergebnis das Gesundheitszeugnis beantragt werden. Ansonsten muss der Bienensachverständige die Völker auf klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut untersuchen. Verkaufen Sie nur gesunde, intakte Völker und zeigen Sie dem Käufer Wabe für Wabe. Lassen Sie möglichst rechtzeitig Futterkranzproben auf Faulbrutsporen untersuchen.

Der eigene Bienenstand:

a) Haben Sie mehrere Stände in verschiedenen Kreisen, so lassen sie sich für alle Stände ein Gesundheitszeugnis durch die zuständigen Veterinärämter ausstellen und legen Sie diese alle den Veterinärämtern der Kreise vor. Beachten Sie die Sperrgebietsregelungen in den verschiedenen Kreisen.

b) Halten Sie alle nicht besetzte Beuten stets verschlossen und bewahren Sie Waben stets für Bienen unzugänglich auf. Stellen Sie weder Waben, Schleudern, Honigeimer, noch anderes Imkergerät zum "Auslecken" (säubern durch die Bienen) für Bienen zugänglich (vor dem Stand) auf. Vermeiden Sie Drohnenwaben durch Vögel oder andere Tiere "auspicken" zu lassen.

c) Verfüttern Sie niemals Honig, der nicht aus Ihrer Imkerei stammt, an Ihre Völker. Verfüttern Sie nur Zucker, spezielles keimfreies Bienenfutter oder Honig aus Ihrer Imkerei. Falls Sie Honig aus Ihrer Imkerei an Ihre Völker verfüttern, so stellen Sie sicher, dass er keine Paenibacillus larvae larvae- Sporen (Erreger der Amerikanischen Faulbrut) enthält.

d) Kontrollieren Sie regelmäßig die Brutwaben Ihrer Völker. Falls Sie abnormale Brut (offen oder verdeckelt ) vorfinden, so ziehen Sie Ihren Bienensachverständigen hinzu.

e) Lassen Sie im Frühjahr oder besser im Herbst (Oktober-Dezember) Futterkranzsammelproben auf Paenibacillus larvae larvae-Sporen untersuchen (Auskunft erteilt Ihr Imkerverein). Falls das Ergebnis die Befallsstufe niedrig oder hoch nennt, so beraten Sie sich unbedingt mit Ihrem Bienensachverständigen, was nun zu tun ist.

f) Wenn Ihnen Bienenvölker absterben oder sich nicht entwickeln, so klären Sie immer die Ursachen dafür auf. Fragen Sie Ihren Bienensachverständigen danach und zeigen Sie ihm die Reste dieser Völker.

g) Melden Sie jedes Jahr im November ihrem Imkerverein die Standorte und die Anzahl Ihrer Völker. Diese werden kartiert und erleichtern ihrem Wanderwart und Bienensachverständigen die Arbeit. Außerdem übernehmen diese die pflichtgemäße Meldung an das Kreisveterinäramt.

h) Betreiben Sie jedes Jahr eine deutliche Bauerneuerung Ihrer Völker. Jedes Volk sollte mindestens 15 Mittelwände ausbauen. Durch eine entsprechende Betriebsweise kann dieses Ziel ohne Honigeinbuße erreicht werden. Alle im Frühjahr entnommenen Waben und alle im Herbst nicht in den Völkern befindlichen bebrüteten Waben sind der Wachsverarbeitung zuzuführen. Pro Volk sollten maximal 10 unbebrütete Waben als Vorrat mit ins nächste Jahr genommen werden. Alle anderen Waben sind der Wachsverarbeitung zuzuführen.

Das Sperrgebiet:

a) Werden Sie kundig darüber, dass sich Ihr Bienenstand im Sperrgebiet befindet (Zeitung, Imkerverein), so melden sie sich umgehend beim Veterinäramt (häufig übernimmt dieses der Imkerverein, fragen Sie dort nach). Teilen Sie auch die Lage ihrer anderen Bienenstände mit.

b) Transportieren Sie keine Bienen, Waben, Beuten u.a. Imkermaterial ohne ausdrückliche Genehmigung des Veterinäramtes in oder aus dem Sperrgebiet heraus. Bringen Sie ohne Genehmigung nichts von Ihrem Stand fort (Bewegungssperre). Befolgen Sie die Anweisungen des Veterinäramtes (bei Problemen schalten Sie den BSV oder Sprecher AK Bienengesundheit ein).

c) Solange nicht geklärt ist, ob ihre Bienen gesund sind und die Völker keine Paenibacillus larvae larvae-Sporen enthalten, verfüttern Sie keinen Honig an die Völker. Unterlassen Sie auch einen Austausch von Waben zwischen den Völkern. Besonders wichtig ist, das keine Futterwaben zwischen einzelnen Ständen und Völkern ausgetauscht werden. Entfernen Sie so viele Futterwaben wie möglich aus ihren Völkern und bewahren Sie sie für Bienen unzugänglich auf. Erst wenn geklärt ist, dass Ihre Völker weder an der Faulbrut erkrankt sind, noch Paenibacillus larvae larvae-Sporen enthalten, kann wieder normal geimkert werden.

c) Erst nach Aufhebung des Sperrgebietes (Mitteilung des Veterinäramtes, Zeitungsveröffentlichung) können Sie ohne ausdrückliche Genehmigung, wie vor der Sperre Bienen und Material fortbewegen oder an den Stand bringen.




 

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